Autor: a.g.wells | 27.08.2010 - 14:23:41
Kurzkritik
„London Nights“ (Onmade Beds)

„London Nights“ – was für ein vielversprechender Titel. Aber was für ein Endprodukt! Eine Arbeit, die wie die Fingerübung eines Filmschülers im ersten Semester aussieht. Wobei das meist benutzte Requisit eine Polaroidkamera ist. So hätte man auch diese gemachten Bilder auf eine Pinwand heften können und das teure Filmmaterial sparen.

Vera ist aus Belgien nach London gekommen, um ihre letzte Liebe zu vergessen. Axl aus Madrid sucht dort seinen Vater. Beide haben in einem Haus voller Künstler im hippen Osten der Stadt Unterschlupf gefunden, wo junge Leute aus aller Welt Musik machen und verrückte Parties feiern. Als Vera ein zärtlicher Fremder, der Röntgen-Mann begegnet, stellt sie ihm eine Bedingung: Keiner darf wissen, wer der andere ist - eine Romanze nur von Verabredung zu Verabredung. Aber sie hat die Rechnung ohne ihr Herz gemacht.

Wie soll sie den Fremden wiederfinden, als die letzte Verabredung platzt? Und was ist mit Axl, der jeden Morgen erstaunt in einem anderen Bett aufwacht?

Diese Geschichte wird dann in willkürlichen Bilder aneinander gereiht und mit verschiedenen Musikstücken unterlegt. Fertig.

So hält sich auch mein Bericht nicht länger mit diesem Filmchen auf. Wenn das die heutigen Londoner Nächte sind, dann bin ich froh das ich in den „Swinging Sixteens“ dort war.

93 Minuten – gequälte Langweile.

Ab 19. August 2010 im KINO.

A.G.Wells


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