Buddenbrooks | Originaltitel: Buddenbrooks | Produktion: Deutschland 2008 | Besucher: 9985
Starttermin: Starttermin, Deutschland: 25.12.2008
Genres: Drama, Literaturverfilmung
Bewertungen: dreamfall: 7.0 | a.g.wells: 5.0
| Cast: | Crew: | |||||||||||||||||||||||||||||||||
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Kurzkritik
Literaturverfilmungen sind immer einmal wieder in Mode. Jetzt versucht sich Fernsehregisseur Heinrich Breloer nach seiner Fernsehreihe über die Manns auch mit einer Kinofassung der „Buddenbrooks“.
Lübeck in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Die alteingesessene Kaufmannsfamilie von Konsul Jean (Armin Mueller-Stahl) und Konsulin Bethsy (Iris Berben) Buddenbrook hat im Getreidehandel über Generationen ihr Glück gemacht. Gesellschaftlich anerkannt,
mit ihren drei Kindern Thomas (Mark Waschke), Christian (August Diehl) und Tony (Jessica Schwarz)genießt sie das Leben einer wohlhabenden Patrizierfamilie in einer aufstrebenden Wirtschaftsmetropole.
Im Universum der Buddenbrooks ist das Private mit dem Geschäftlichen untrennbar verbunden, Familie und Firma sind eins. Persönliche Bedürfnisse treten hinter den sozialen Status zurück. Die Lebenswege der drei Buddenbrook-Erben sind vorbestimmt: Von den Söhnen wird das Erlernen des Kaufmannsberufs und seine Ausübung zum Wohle der Firma erwartet, für Tochter Tony ist eine standesgemäße Ehe vorgesehen.
Als der Patriarch Jean stirbt, beginnt der Stern der Familie Buddenbrook langsam zu sinken. Die lebensfrohe Tony hat ihre – unstandesgemäße – große Liebe geopfert und sich, den Eltern zuliebe, in die Ehe mit dem Hamburger Kaufmann Grünlich (Justus von Dohnányi) gefügt, der sich als Betrüger und Mitgiftjäger entpuppt.
Auch eine zweite Verbindung schlägt fehl. Christian, der jüngste Sohn, ist den Anforderungen eines Lebens nach Art der Buddenbrooks nicht gewachsen und flüchtet sich in künstlerische Zerstreuung und amouröse Abenteuer. Und Thomas (Mark Waschke), der Älteste, versucht mit aller Kraft, das geschäftliche Geschick festzuhalten und Glück und Wohlstand seiner Familie zu bewahren.
Im Innersten ist er jedoch zutiefst erschöpft von der zehrenden Verantwortung für Beruf und Familie. Seine schöne Frau Gerda (Léa Bosco) lebt nur für ihre Musik und gibt diese Liebe zu Thomas’ Unmut an den gemeinsamen Sohn Hanno (Raban Bieling) weiter, der für den Kaufmannsberuf völlig ungeeignet scheint.
Sind es zunächst nur kleine Momente der Schwäche, so nimmt das bewegende Familienschicksal unerbittlich seinen Lauf. Die einst strahlende Patrizierdynastie zerbricht langsam am Lebenskonflikt zwischen geschäftlichen Interessen und Streben nach persönlichem Glück.
Soweit zur Geschichte. Das alles ist mit viel Aufwand an Detailtreue gedreht. Auch die Ausstattung ist pompös. Doch darüber hat man die politische Seite dieser Familiengeschichte total beiseitegelassen und somit den Kern des Romans verfälscht. Was bleibt ist eine Ausstattungsrevue an Originalschauplätzen.
150 Minuten – gefühlte drei Stunden – einer misslungenen Literaturverfilmung.
Lübeck in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Die alteingesessene Kaufmannsfamilie von Konsul Jean (Armin Mueller-Stahl) und Konsulin Bethsy (Iris Berben) Buddenbrook hat im Getreidehandel über Generationen ihr Glück gemacht. Gesellschaftlich anerkannt,
mit ihren drei Kindern Thomas (Mark Waschke), Christian (August Diehl) und Tony (Jessica Schwarz)genießt sie das Leben einer wohlhabenden Patrizierfamilie in einer aufstrebenden Wirtschaftsmetropole.
Im Universum der Buddenbrooks ist das Private mit dem Geschäftlichen untrennbar verbunden, Familie und Firma sind eins. Persönliche Bedürfnisse treten hinter den sozialen Status zurück. Die Lebenswege der drei Buddenbrook-Erben sind vorbestimmt: Von den Söhnen wird das Erlernen des Kaufmannsberufs und seine Ausübung zum Wohle der Firma erwartet, für Tochter Tony ist eine standesgemäße Ehe vorgesehen.
Als der Patriarch Jean stirbt, beginnt der Stern der Familie Buddenbrook langsam zu sinken. Die lebensfrohe Tony hat ihre – unstandesgemäße – große Liebe geopfert und sich, den Eltern zuliebe, in die Ehe mit dem Hamburger Kaufmann Grünlich (Justus von Dohnányi) gefügt, der sich als Betrüger und Mitgiftjäger entpuppt.
Auch eine zweite Verbindung schlägt fehl. Christian, der jüngste Sohn, ist den Anforderungen eines Lebens nach Art der Buddenbrooks nicht gewachsen und flüchtet sich in künstlerische Zerstreuung und amouröse Abenteuer. Und Thomas (Mark Waschke), der Älteste, versucht mit aller Kraft, das geschäftliche Geschick festzuhalten und Glück und Wohlstand seiner Familie zu bewahren.
Im Innersten ist er jedoch zutiefst erschöpft von der zehrenden Verantwortung für Beruf und Familie. Seine schöne Frau Gerda (Léa Bosco) lebt nur für ihre Musik und gibt diese Liebe zu Thomas’ Unmut an den gemeinsamen Sohn Hanno (Raban Bieling) weiter, der für den Kaufmannsberuf völlig ungeeignet scheint.
Sind es zunächst nur kleine Momente der Schwäche, so nimmt das bewegende Familienschicksal unerbittlich seinen Lauf. Die einst strahlende Patrizierdynastie zerbricht langsam am Lebenskonflikt zwischen geschäftlichen Interessen und Streben nach persönlichem Glück.
Soweit zur Geschichte. Das alles ist mit viel Aufwand an Detailtreue gedreht. Auch die Ausstattung ist pompös. Doch darüber hat man die politische Seite dieser Familiengeschichte total beiseitegelassen und somit den Kern des Romans verfälscht. Was bleibt ist eine Ausstattungsrevue an Originalschauplätzen.
150 Minuten – gefühlte drei Stunden – einer misslungenen Literaturverfilmung.
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